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„Lob der Brennnessel“

Gabriele Nießen führte in die Schatzkammer Natur - Gutbesuchte Grüne Kräuterwanderung

 

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Foto und Bericht von Klaus Brauch-Dylla

Sie ist ausgebildete Ernährungsberaterin und Geopark-vor-Ort-Begleiterin, sie nennt sich selbst aber auch „Kräuterfrau“- Gabriele Nießen aus Robern. Mit zwei Dutzend Interessenten, die Grünen-Bundestagskandidatin Christine Denz herzlich begrüßte, durchwanderte sie das Nüstenbachtal und zeigte Ihnen, welche Schatzkammer die Natur auch in unserer nächsten Umgebung bereithält. Das Wissen, das sie weitergab, war großteils nicht neu. Über die Jahrhunderte war es vor allem von „weisen Frauen“ weitergegeben und angewandt worden, viele von ihnen fielen der Hexenverfolgung zum Opfer. Mit engagiertem Vortrag gab sie umfassende Informationen zum Auffinden, Erkennen und zur Verwendung von Wildkräutern und –Pflanzen. Doch nicht nur über die Nutzanwendung wollte sie informieren, auch die kulturelle und geschichtliche Bedeutung, das Ansehen, das die Menschen früherer Jahrhunderte zum Beispiel dem Holunder entgegen brachten, wollte sie vermitteln. „Die Menschen haben sich vor dem Holunder verneigt, wenn sie etwas von ihm ernteten.“ Sie selbst hatte für die Gäste verschiedene selbst produzierte Erfrischungsgetränke vorbereitet, die dankbaren Absatz fanden.

Die Referentin warb engagiert für die Verwendung von Wildpflanzen und Wildkräutern zur Nahrungsergänzung. Im Gegensatz zu Kulturgemüse wüchsen sie immer standortgerecht, wissenschaftlich sei ihr überlegener Vitalstoffgehalt nachgewiesen, was sie auch anhand verschiedener Analysen und Tabellen belegte.

Frau Nießen ging auch auf die Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten alltäglicher und unscheinbarer Pflanzen wie beispielsweise Spitzwegerich und Breitwegerich ein, die bei Stichen und Hautwunden helfen, wie beispielsweise auch „Verbrennungen“ durch die Brennessel. Für diese Pflanze schwärmte die Referentin geradezu, für Tee, Salat, als Spinat, in Suppen oder Kräuteraufstrichen könne man sie verwenden. Die gerösteten Samen hätten einen aromatischen, leicht nussigen Geschmack und könnten über den Winter als Salatzutat oder Knabberei genossen werden. Die Brennessel wirke blutbildend, stärkend, motivierend, beuge Eisenmangel vor, der Tee helfe gegen Abgespanntheit und Müdigkeit, auch in der Haarkosmetik hätten Brenesseltinkturen ihre Verwendung. Sie empfahl in jedem Garten der Brennessel einen Platz einzuräumen, auch da sie als Schmetterlingsweide diene.

Vielfältig am Ende auch die Fragen der Teilnehmer an die Exkursionsleiterin und die mitwandernde Naturheilvereinsvorsitzende Karin Ried. Christine Denz dankte für den Besuch und versprach die Themen Natur und Gesundheit nicht zum letzten Mal auf diese praktische Weise aufzugreifen.

 

 

Pressespiegel

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