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Zur Verleihung des Landesverdienstordens - ein Dank

Ich möchte mich auf diesem Weg sehr herzlich für die vielen Glückwünsche, E-Mails und Briefe bedanken, die mich anlässlich der Verleihung des Landesverdienstordens durch Ministerpräsident Kretschmann erreicht haben, dessen einzige Trägerin ich im Neckar-Odenwald-Kreis bin.

Besonders haben mich die Reaktionen „mitten aus dem Volk“ berührt, die sich mit mir über diese Würdigung gefreut haben. Für sie und für die Bewahrung der Schöpfung lege ich mich ins Zeug. Gleichzeitig nehme ich die Ehrung auch stellvertretend für das Engagement der überaus zahlreichen Ehrenamtlichen an - und gebe sie gerne auf diesem Weg weiter.

Christine Denz, 12. Mai 2012

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Erst ignorieren sie dich,

dann verspotten sie dich,

dann bekämpfen sie dich,

und dann imitieren sie dich!

Dann hast du gewonnen!

Mahatma Gandhi

 

Heute, am 28. April 2012, werde ich für meinen ehrenamtlichen bis jetzt 30 Jahre langen Einsatz für meine Mit- und Umwelt mit dem Verdienstorden geehrt, mit der höchsten Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg. Ministerpräsident Kretschmann wird mich für mein „vielfältiges ökologisches, politisches und bürgerschaftliches Engagement“ würdigen – worüber ich mich sehr, sehr freue! Ich bin stolz darauf und sehr glücklich darüber. Für den gesellschaftlichen Wandel und die Weltoffenheit des Landes spricht, dass ich als geborene Norddeutsche und seit über 30 Jahren hier Lebende und Arbeitende mit dem Prädikat von Baden-Württemberg ausgezeichnet werde.

Es war ein weiter und (in Teilen immer noch) steiniger Weg. Fest gefügt war das Weltbild, in vielen Seilschaften festgezurrt; Frauen gar gehörten überhaupt nicht dazu und konnten sich nur schwer Gehör verschaffen. Es half das Bilden von und das Zusammenhalten in Frauengruppen, was nicht nur persönliche und individuelle Ermutigung und Stärkung mit sich brachte, sondern auch Solidarisierung im politischen Raum. Gleichzeitig bereitete sich durch viele Gespräche und u. a. durch die gemeinsame Lektüre von Mahatma Gandhi und „Die Zeit ist reif“ von Carl Friedrich v. Weizsäcker auch in mir ein Bewusstseinswandel vor, der die soliden Grundlagen legte einerseits für Gewissheiten und andererseits für die Suche nach neuen Wegen, wie „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ im unabdingbaren Zusammenhang und in den globalen Beziehungen verwirklicht werden können. Eine lebenslange Aufgabe! Darüber hinaus – im doppelten Sinn! – gewinnen Transformationsprozesse nicht nur für mich an Bedeutsamkeit; die Welt braucht auch geistiges und spirituelles Wachstum, um aus den Umbrüchen und Krisen anders hervorzugehen. Die Krisen sind auch eine Chance!

Ganz konkret folge ich der Idee einer neuen Lebens- und Wirtschaftsweise, die auch Achtsamkeit gegenüber der belebten und unbelebten Natur einschließt und die uns unserem eigenen Wesen miteinander verbindet und bei den guten Kräften in uns Menschen anklopft. Ich glaube daran, dass wir die Welt verändern können!

In diesem Sinn möchte ich das Eingangs-Zitat von Mahatma Gandhi ergänzen:

Deshalb sollen wir sorgsam mit uns selber, miteinander und mit der Welt umgehen!

Deshalb sollen wir zusammen arbeiten!

Christine Denz, Mosbach, 28. April 2012

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Ein sichtbares Zeichen der Anerkennung: Christine Denz erhielt den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg

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Ein besonderer Tag für Christine Denz aus Mosbach: am 28. April 2012 empfing sie im Ordenssaal von Schloss Ludwigsburg aus den Händen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

In einer „sehr feierlichen Atmosphäre“, wie sie sich erinnert, als eine von insgesamt 28 Ordensempfängern, wurde sie mit dieser höchsten Auszeichnung, die das Land zu vergeben hat, dafür geehrt, dass sie, wie der Ministerpräsident in seiner Ansprache ausführte, „Herausragendes geleistet und mit ihrem Engagement Spuren hinterlassen“ hat. So ist der Verdienstorden ein „sichtbares Zeichen der Wertschätzung, der Dankbarkeit und der Anerkennung für das, was die Ordensträger getan und geleistet haben, ganz egal, ob dies im Rampenlicht oder im Verborgenen geschah“.

Für Christine Denz, die Pionierin auf dem Felde der Ökologie und hier ganz besonders im Bereich der Alternativen Energien, gilt wohl eher das Letztere: das unermüdliche Wirken abseits des Rampenlichts. Seit über 30 Jahren ist sie in bürgerschaftlichen Bewegungen und Projekten engagiert. Auch wenn die Themen der Frauenbewegung und der globalen Gerechtigkeit bis heute für sie wichtig geblieben sind, als ihr großes Hauptanliegen hat sich im Laufe dieser Jahre die „Energiewende“ herauskristallisiert. Hier hat sie mit großer Beharrlichkeit immer wieder an Initiativen mitgewirkt oder selbst ins Leben gerufen: die Bürgerinitiative „Atomkraftwerk Obrigheim abschalten!“, S.U.N. e.V. (Solarenergie- und umweltfreundliche Energienutzung NOK), die von ihr geleitete „KlimaMesse Aglasterhausen“ und die jährlich stattfindende Klimaschutzreihe in Mosbach gehören dazu. Und ihr neuester Coup reiht sich in diese Aktivitäten ein: sie ist begeisterte Mitinitiatorin der gerade gegründeten Bürger Energie Genossenschaft Neckar-Odenwald.

All dies geschieht im Bewusstsein der besonderen Priorität von effektiven Maßnahmen, um katastrophale Auswirkungen des bereits begonnenen Klimawandels zu verhindern oder zumindest abzumildern.

Da stand sie nun also doch einmal im festlichen Rampenlicht in einer „ganz eigenen Welt“, gemeinsam mit prominenten und weniger bekannten Persönlichkeiten aus den verschiedensten Wirkungsbereichen – Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Soziales und Politik.

Darüber war sie glücklich, zu Recht, denn diese Auszeichnung ist eine Anerkennung auch für die Tatsache, dass viele der Anliegen, für die sie sich über Jahrzehnte hinweg so vehement einsetzte, nun von der Gesellschaft insgesamt zunehmend als Weg der Vernunft akzeptiert werden – und hier ganz besonders der Weg hin zu einer Gesellschaft, die der großen Herausforderung des Klimawandels gewachsen sein wird.

Im Laufe dieser Zeit hat sie dabei mit Gegenwind zu kämpfen gehabt (und hat es immer noch), ihre Anliegen wurden von den etablierten Institutionen nicht immer als „stromlinienförmig“ wahrgenommen.

Die Geehrte sieht sich nun aber auch anerkannt dafür, dass sie es geschafft hat, trotz gegensätzlicher Standpunkte in einer geduldigen und beharrlichen Auseinandersetzung zu bleiben, bei der – und das ist ihr bis heute besonders wichtig – der Respekt für den anderen Menschen niemals auf der Strecke geblieben ist.

Heute ist Christine Denz, die als Sonderschullehrerin dem Menschen auch immer sehr nahe war, im Ruhestand und hat noch mehr Zeit für Ihre vielfältigen ökologischen und politischen Aktivitäten.

Frische Kraft schöpft sie bei ihren 3 Töchter und deren Familien und, auch das eine wichtige Kraftquelle für sie, in ihrem abwechslungsreichen bunten Garten.

Christine Denz gehört nun zu diesem kleinen Kreis von Trägerinnen und Trägern des Verdienstordens unseres Landes und darf sich dadurch doppelt ermutigt fühlen: zum einen ganz konkret zur Fortsetzung ihres engagierten Wirkens und zum anderen darin, dass unsere Gesellschaft in der Lage ist, auch Gegensätzliches zu ihrem Nutzen zu integrieren und ihren eigenen Kurs durch beherzte und manchmal auch unbequeme Mahner korrigieren zu können.

Tim Krieger, Mosbach

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Christine Denz war im September 2012 zum Sommerfest des Bundespräsidenten eingeladen!

Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt baten am 8. und 9. September 2012 zu ihrem ersten Bürgerfest in das Berliner Schloss Bellevue. Christine Denz gehörte als Trägerin des Landesverdienstordens zum Kreis der persönlich dazu Eingeladenen. In den Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten und dessen Park waren für den Samstagabend 4000 Menschen namentlich geladen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Am nächsten Tag war dann Schloss Bellevue für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Christine Denz ist besonders durch ihr langjähriges Engagement im Bereich alternativer Energiekonzepte bekannt geworden. Ihr Einsatz gegen die Nutzung der Atomenergie und für die Energiewende und die Begrenzung der bedrohlichen Erderwärmung trägt inzwischen reiche Früchte. Dabei will sie möglichst viele Menschen überzeugen und begeistern. Die Einladung von Bundespräsident Gauck betrachtete Christine Denz als eine Ehrung, über die sie sich sehr freute.

 

Fotos: Staatsministerium Baden-Württemberg

 

 

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