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21. September 2009

Christine Denz besuchte Milchbauern

„Faire Preise erfordern Milchmengenbegrenzung!“

 

von Klaus Brauch-Dylla

Neckar-Odenwald-Kreis, Mudau. bd. Milch in Gulli-Löcher zu schütten oder wie Jauche auszubringen fällt den Bauern schwer, das wurde deutlich beim Besuch von Christine Denz beim Vorsitzenden der Kreisverbandes des "Bundes Deutscher Milchviehhalter", Peter Haas, in Mudau-Scheidental. Vorige Woche hatte die Grüne Bundestagskandidatin Post von BDM-Bundesvorstand erhalten mit präzisen Fragen, wie sie sich zum Kampf der Bauern um einen fairen Milchpreis stelle. „Ich habe volle Übereinstimmung festgestellt, aber ich wollte mir auch vor Ort ein Bild machen.“ Sie dankte Peter Haas für den kurzfristig möglichen Besuch. Der bedankte sich für das unterstützende Interesse und sah wie die Grünen die wahre Ursache für die ruinösen Milchpreise in der politisch motivierten Überproduktion. Durch eine Reduzierung der Milchmenge könnten die Erzeugerpreise stabilisiert werden, ohne einen Cent zusätzliche Steuergelder auszugeben. Stattdessen würden allein in 2009 600 Millionen Euro für die Subventionierung von Einlagerung und Export ausgegeben. Diese Maßnahmen brächten nichts für die heimischen Landwirte und schadeten den Landwirten in Entwicklungsländern, weil dort europäische Milchprodukte zu Dumpingpreisen auf den Markt geworfen werden. Denz dazu: „Wir wollen eine Milcherzeugung, die nachhaltig, qualitativ hochwertig und umweltgerecht ist. Eine Milcherzeugung, die faire Preise für alle sichert, ohne Übermengen-Erzeugung auskommt und nicht die Märkte von Entwicklungsländern kaputt macht!“. Nur eine solche Milcherzeugung könne das Auskommen der bäuerlichen und mittelständischen Betriebe sichern, Arbeitsplätze erhalten und unsere Kulturlandschaft sowie die natürlichen Ressourcen bewahren. Sie sei ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der ländlichen Regionen und erfülle die Erwartungen der Verbraucherinnen.

Aktuell forderte die Grüne die Reduzierung der Milchmenge, um die Erzeugerpreise zu stabilisieren. Dazu müsse auf EU-Ebene die Milch-Menge gesenkt und auf nationaler Ebene die Saldierung gestoppt werden. Nötig sei ein neuer Rechtsrahmen, um die Überproduktion an Milch in der EU abzubauen und Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht zu bringen. Es gelte die Intensivierung und Liberalisierung um jeden Preis zu stoppen. „Wir wollen die Erzeugung von Bioprodukten und gentechnikfreien Qualitätslebensmitteln in regionalen Kreisläufen weiter stärken – zum Wohle der LandwirtInnen und der VerbraucherInnen!“

 

Pressespiegel

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