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Tauber-Zeitung, Dienstag, 1.September 2009

Was ich vertrete, lebe ich auch

 

von JOACHIM W. ILG

Ihr Rad erinnert an eine Rikscha. Im "Gepäck" hat sie allerdings keine Touristen, sondern ihre Grünen Ideen, mit denen sie im Wahlkreis Odenwald-Tauber unterwegs ist. Christine Denz wurde ohne Gegenstimme zur Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Wahl am 27. September gewählt. 

Am Montag letzter Woche war die Mosbacherin zu einer fünftägigen Wahlkampftour auf zwei Rädern gestartet, um sich ein Bild von ökologischen Projekten und zukunftsfähigen Betrieben zu machen, Land und Leute kennenzulernen und um bei Wahlveranstaltungen für sich und die Grünen unter dem Motto "Neues Wachstum wird grün sein" und "Politik. Menschlich machen" zu werben.
Zwar weiß die 61-Jährige, die seit 2004 Mitglied des Kreistages im Neckar-Odenwald-Kreis ist, dass Baden-Württemberg in großen Teilen "CDU- und Männer-dominiert" ist. Daher wäre es eine Illusion, wenn sie glauben würde, als Grüne und als Frau ein Direktmandat zu erhalten. Aber dennoch: Sie sammelt die Zweitstimmen für ihre Partei, "damit die Grünen im Bund möglichst stark werden", und die Erststimmen für sich selbst als Anerkennung und Wertschätzung für ihren persönlichen Einsatz. 
Am ersten Tag machte sich die "Visionärin und Pionierin für Erneuerbare Energien" ein Bild von einem auf Holzhackschnitzel basierenden Nahwärmenetz, das fünf Familien in einem Mudauer Ortsteil selbst aufgebaut haben. Am zweiten Tag radelte sie am Main entlang zur Wertheimer Firma König und Meyer, die Beachtliches im Bereich Umwelt und Soziales leiste. Abends stand die Mutter von drei erwachsenen Töchtern und ehemalige langjährige Stadträtin ihrer Heimatstadt beim Biergarten-Gespräch Rede und Antwort. 

Am Mittwoch besuchte Christine Denz, die sich auch als Klägerin und Mitglied der Bürgerinitiative "AKW Obrigheim abschalten!" einen Namen gemacht hat, das Hotel St. Michael in Tauberbischofsheim, in dem auch Behinderte arbeiten. Gerade als Sonderschullehrerin hat die christlich geprägte Bundestagskanditatin mit lernbehinderten und verhaltensgestörten Kindern zu tun und interessiert sich daher besonders für soziale Integration. 

"Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" sind die Leitideen der Politikerin, die am Donnerstag ein Gespräch hatte mit Vertreterinnen des Aktionsbündnisses "Gentechnikfreie Region Main-Tauber". Sie selbst kauft vor allem regionale Waren, die ökologisch hergestellt und fair gehandelt werden und die gentechnikfrei sind. "Was ich nach außen als Grüne vertrete, lebe ich auch", versichert sie im Gespräch mit unserer Zeitung, das am Freitag den Schlusspunkt ihrer Radeltour in Bad Mergentheim setzte. 

Am Tag zuvor hatte sie noch die Firma Naturata in Grünsfeld besichtigt, die über 20 Jahre Erfahrung in der Naturkostbranche hat und für Denz ein zukunftsträchtiges Unternehmen ist, das expandiert und Arbeitsplätze schafft. Auch dem Mehrgenerationenhaus in Lauda galt ihr Interesse, wo sie auf eine "rührige Gruppe" traf und lobende Worte für bürgerschaftliches Engagement fand: "Hier sprießen viele Initiativen", war ihre Erfahrung auf ihrer Radtour, bei der sie pro Tag rund 50 Kilometer zurückgelegt hat. Weitere Abstecher in den Main-Tauber-Kreis sollen folgen.

 

Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Berichts in unserer Website

 

 

Pressespiegel

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