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Fränkische Nachrichten, 31. August 2009

Fritz Kuhn machte in Bödigheim Station

Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen wünscht sich den Platz in der Wählergunst vor der FDP - Vorübergehend Vermögenssteuer in Krisenzeiten

 

Besuch von der Bundespolitik konnte Christine Denz, Bundestagskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 276 Odenwald-Tauber, am Wochenende in Bödigheim begrüßen. Fritz Kuhn, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Bundestag, kam im Zuge seiner Tour durch Bauernhöfe der Region auf den Ferienhof Pfeiffer.

Trotz ihrer gerade beendeten mehrtägigen Fahrt auf dem Elektro-Fahrrad durch den flächenmäßig größten Wahlkreis der Bundesrepublik ("größer als das Saarland!") wirkte Christine Denz munter und energiegeladen und nach den langen Etappen zwischen Neckar und Tauber gar nicht erschöpft. "Schön habt ihr's hier", meinte Fritz Kuhn angesichts der zwischen den Blockhäusern im Grünen aufgebauten Tische und Bänke, um gleich noch ein weiteres Lob für die Flyer der Grünen im Wahlkreis Odenwald-Tauber anzuschließen.

Hausherrin Amelie Pfeiffer begrüßte die Gäste und stellte den mit ihrem Mann Rainer geführten Betrieb vor, zugleich begründete sie überzeugend ihre Entscheidung für das Verfolgen grüner Ideale und Ziele.

Die gentechnikfreie Produktion und Lieferung von Eiern für etwa 1000 Stammkunden, 19 Pferde, 40 Reitschüler und Logiergäste - das hält auf Trab; gleichwohl ist noch Raum und Zeit für kommunalpolitisches Engagement.

Kreisrätin Christine Denz, assistiert von der Kreisvorsitzenden der Grünen im Bereich Main-Tauber, Sylvia Schmid, gab einen kurzen Bericht ab über ihre "grüne Radtour" und erläuterte ihre Leitideen für die Bundestagswahlen. Die Verbesserung des Nahverkehrs in den Aspekten Vertaktung und Zugmaterial, die erneuerbaren Energien und der Klimaschutz, sowie die gentechnikfreie Produktion von Nahrung für Mensch und Tier sind hier ihre Schwerpunkte.

Besonders freute sie die nunmehr endlich vollzogene Verankerung der Grünen in den Gremien der Bio-Region. Fritz Kuhn, der "richtig fest im Wahlkampf unterwegs im Land" ist, stellte in seiner Rede fest: "Nur die Grünen sagen, was sie erreichen wollen; die anderen Parteien tun das nicht - obwohl es genug auf den Nägeln brennende Themen gibt".

Als Beispiel nannte er die Finanz-, die Wirtschafts- und die Klimakrise. Steuerschenkungsversprechen seien unhaltbar, sie gingen nur mit Sozialkürzungen und zu Lasten der Jüngeren einher. Niemand sage, wie die notwendigen neuen Arbeitsplätze entstehen sollten - er plädiere daher für eine vorübergehende Vermögenssteuer nach dem Muster des Lastenausgleiches; die derzeitige besondere Lage zwänge zu so einer Lösung.

Sein Wunsch wäre, dass "Grün die FDP überholt - denn dann wäre Schwarz-Gelb passé!"

In einem die Zuhörer begeisternden Bild widmete er sich abschließend der Diskussion über die Atomtechnik: "Atomtechnik ohne Endlager - das ist wie ein Flug ohne Landebahn."

Ein Rundgang über den in vielerlei Hinsicht "grünen" Ferien-, Hühner-, Reiter- und Ponyhof Pfeiffer beendete die Visite von Fritz Kuhn in Bödigheim.

 

 

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